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Bund-Länder-Gipfel: Arbeitgeber müssen bis Ende April Homeoffice anbieten

Unternehmen müssen auch weiterhin ihren Teil zur Pandemiebekämpfung beitragen und den Beschäftigten das Arbeiten von zu Hause aus ermöglichen. Im Rahmen des Bund-Länder-Gipfels wurde die geltende Homeoffice-Regelung bis Ende April verlängert.

Frau am Computer im Homeoffice
Arbeitgeber müssen ihren Beschäftigten weiterhin Homeoffice ermöglichen. Foto: © maryviolet-stock.adobe.com

In der Bund-Länder-Konferenz wurde beschlossen, die Corona-Arbeitsschutzverordnung und damit auch die darin enthaltene Homeoffice-Pflicht bis zum 30. April 2021 zu verlängern. Ursprünglich war die Regelung bis zum 15. März 2021 befristet. Demzufolge müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bis mindestens Ende April das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, sofern die Tätigkeiten es zulassen und keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Ziel ist es, die Kontakte am Arbeitsort sowie auf dem Weg zur Arbeit weiterhin so niedrig wie möglich zu halten. Die Homeoffice-Pflicht gilt für alle Unternehmen, auch für Kleinbetriebe.

Diese Ausnahmen gelten

Ausnahmen gelten für Tätigkeiten, bei denen eine Präsenz im Betrieb unabdingbar ist, weil sie nicht von daheim aus durchgeführt werden können. Die Pflicht, Homeoffice anzubieten, entfällt auch dann, wenn zwingende betriebsbedingte Gründe dem Homeoffice entgegenstehen. Das ist der Fall, wenn in dem Unternehmen die notwendigen Arbeitsmittel für die Bereitstellung von Homeoffice-Arbeitsplätzen fehlen oder die vorhandene IT-Infrastruktur dafür nicht ausreicht. Sonstige organisatorische Hürden rechtfertigen es nicht, kein Homeoffice anzubieten. 

ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.