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Factorial erhält 120 Millionen US-Dollar über Series-C-Finanzierung

Der europäische Markt der HR-Start-ups hat ein neues Einhorn: Wie uns das Jungunternehmen Factorial vorab mitteilte, sammelten sie in ihrer vierten Finanzierungrunde, der Series C, 120 Millionen US-Dollar (123,8 Millionen Euro) von Investoren und Investorinnen ein. Das ist mehr als in den vorangegangen vier Runden zusammen. Damit knackt das Start-up die Grenze der Unternehmensbewertung von einer Milliarde US-Dollar. 

Factorial wurde vor sechs Jahren in Barcelona gegründet, ist mit derzeit 30 Mitarbeitenden aber auch auf dem deutschen Markt der All-in-one-Lösungen für HR-Management unterwegs. Angeführt wird die neuste Finanzspritze von Atomico, einem Venture-Capital- und Private-Equity-Unternehmen aus London. Ebenfalls unter den Geldgeber ist GIC, eine Investmentfirma aus Singapur, und alle früheren Investoren, darunter Tiger Global, CRV, K-Fund und Creandum. 

Factorial möchte Stift und Papier aus dem Mittelstand verbannen 

Das Wachstumsunternehmen konzentriert sich vor allem auf kleine und mittlere Unternehmen, da sie von den Software-Anbietern vernachlässigt würden, wie uns Jordi Romero, Gründer und CEO von Factorial auf Nachfrage mitteilt: „Unsere Kunden zählen zehn bis einige hundert Mitarbeitende. Die meisten von ihnen managen ihre HR-Prozesse noch mit Stift und Papier, weil Software-Lösungen für sie entweder zu teuer oder zu kompliziert sind.“ Deutschland sei aufgrund der hohen Anzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen deshalb ein besonders interessanter Markt für das Start-up. 

Über eine Schnittstelle können die Nutzer und Nutzerinnen bei Factorial auf diverse Tools für die tägliche HR-Arbeit zugreifen: darunter die Erstellung von Arbeitsplänen oder die Erfassung von Arbeitszeiten. Wenn die Zeiterfassung automatisch mit der Vergütung, dem Leistungsmanagement und der Gehaltsabrechnung verknüpft ist und sich alle Funktionen also auf derselben SaaS-Plattform befinden spare dies Zeit, verringere für Personalerinnen und Personaler den Arbeitsaufwand und verschaffe ihnen einen Überblick. 

Factorial-Deutschland-Team soll sich verdoppeln

Mit dem Kapital soll der Betrieb in den bestehenden Märkten in Großbritannien, Europa, den USA, Mexiko und Brasilien weiter ausgebaut werden sowie eigene Büros in Miami eröffnet und in ganz neue Märkte weltweit expandiert werden. Das Team für Deutschland soll nächstes Jahr von 30 auf 70 Mitarbeitende wachsen. Zwei Manager gibt es bereits für die Führung der jetzigen 30 Angestellten. „Wir werden daran arbeiten, unser Führungsteam für Deutschland weiter auszubauen”, sagt Romero. 

Die gesamte Belegschaft von Factorial, 800 Mitarbeitende, arbeiten in den Niederlassungen in Brasilien, Mexiko und Spanien. Das Deutschland-Team sitzt in Barcelona.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft und schreibt off- und online. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Arbeitsrecht, HR-Start-ups und Recruiting.

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