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Flexibles Arbeiten – für Deutsche vor allem Gleitzeit

Schild mit Aufschrift
Hierzulande ist Gleitzeit die Form flexibler Arbeitszeitmodelle, die am meisten verbreitet ist.
Foto: © kamasigns/StockAdobe

Im Vergleich mit anderen Ländern Westeuropas sind flexible Arbeits- modelle – die Möglichkeit, Zeit und/oder Ort des Arbeitens zu wählen – in Deutschland durchschnittlich häufig verbreitet. Am häufigsten ermöglichen Unternehmen ihren Mitarbeitern allerdings die klassische Gleitzeit.

Hierzulande bieten drei Viertel der Unternehmen (75 Prozent) ihrer Belegschaft oder einzelnen Mitarbeitergruppen flexible Arbeitsmöglichkeiten an: 41 Prozent der Arbeitgeber lassen allen Beschäftigten die Wahl, wann und/oder wo sie arbeiten möchten – ob zuhause, im Büro oder einem flexiblen Arbeitsumfeld. 34 Prozent erlauben dies nur bestimmten Mitarbeitern. Auch hängt die Möglichkeit in gut der Hälfte der Fälle (56 Prozent) von der Stellenart der Arbeitnehmer ab. In Großbritannien offerieren 83 Prozent der Unternehmen ihren Mitarbeitern flexibles Arbeiten. Auch in Frankreich (78 Prozent) und Belgien (76 Prozent) liegt der Anteil etwas höher als hierzulande. In den Niederlanden haben mit 72 Prozent etwas weniger Mitarbeiter die Möglichkeit, Arbeitszeit und/oder -ort selbst zu wählen. Das sind Ergebnisse einer gemeinsamen Studie von > SD Worx und > Protime. Dafür wurden 502 Senior Professionals in Belgien, Frankreich, Deutschland, Großbritannien und den Niederlanden befragt. Die Stichprobe ist repräsentativ für die jeweiligen lokalen Arbeitsmärkte.

Co-Working/Arbeit in flexiblen Umgebungen hierzulande weniger gebräuchlich

Die häufigste Form flexiblen Arbeitens in Deutschland stellt Gleitzeit dar: 80 Prozent der befragten Berufstätigen können ihre Arbeitszeit selbst bestimmen. Im Vergleich mit den anderen untersuchten Ländern ist Gleitzeit hierzulande am beliebtesten; in den Niederlanden bietet nur gut jeder dritte Arbeitgeber (36 Prozent) seinen Beschäftigten diese Möglichkeit. In Deutschland an zweiter Stelle steht mit 43 Prozent Telearbeit, ob vom Home-Office oder anderen Arbeitsplätzen aus. Dagegen ist Co-Working/Arbeit in flexiblen Arbeitsumgebungen mit 25 Prozent relativ wenig verbreitet. Nur in Frankreich ist der Anteil der Mitarbeiter, die auf diese Weise tätig sind, mit 23 Prozent noch niedriger. Am häufigsten nutzen die Niederländer (46 Prozent) diese Variante, gefolgt von Mitarbeitern in Großbritannien (34 Prozent) und Belgien (29 Prozent).

Mit der voranschreitenden Technologie wird das flexible Arbeiten noch weiter zunehmen. Dies dürfte sich positiv auf die Belegschaft auswirken, da viele Mitarbeiter die Autonomie und Freiheit bevorzugen, die ihnen flexible Arbeitszeiten bieten,

sagt Tanja Büchsenschütz, Director HR bei SD Worx Deutschland. Den Mitarbeitern mehr Kontrolle darüber zu geben, wo und wie sie arbeiten, helfe nicht nur, die Mitarbeiterbindung zu verbessern, sondern könne auch die Produktivität und langfristige Leistungsfähigkeit steigern, so die Personalexpertin.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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