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Großes Potenzial an Arbeitskräften bleibt ungenutzt

Das ungenutzte Arbeitskräftepotenzial setzte sich 2014 aus 2,1 Millionen Erwerbslosen, einer Million Menschen in sogenannter Stiller Reserve und 2,9 Millionen Unterbeschäftigten zusammen, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis der Arbeitskräfteerhebung berichtet. Gegenüber dem Vorjahr sanken sowohl die Zahl der Erwerbslosen als auch die der Stillen Reserve um gut vier Prozent. Die Zahl der Unterbeschäftigten ging um 6,5 Prozent zurück.

Gut sieben Prozent der Deutschen fühlen sich unterbeschäftigt

2014 waren hierzulande 7,3 Prozent der Erwerbstätigen nach eigenen Angaben unterbeschäftigt. 14,9 Prozent der Teilzeitbeschäftigten und 4,4 Prozent der Vollzeitbeschäftigten wünschten sich zusätzliche Arbeitsstunden. Allerdings gab es im letzten Jahr auch knapp eine Million Erwerbstätige – 45.000 mehr als 2013 –, die ihre Arbeitszeit reduzieren wollten und bereit waren, dafür ein geringeres Einkommen hinzunehmen.

Unterbeschäftigung in Vollzeitjobs ist ein männliches Phänomen

Während das gesamte ungenutzte Arbeitskräftepotenzial fast zu gleichen Teilen aus Frauen und Männern besteht, gibt es bei den einzelnen Formen Unterschiede, die am stärksten bei den Unterbeschäftigten ausgeprägt sind, wenn zusätzlich nach Vollzeit und Teilzeit differenziert wird. Unterbeschäftigung bei einer Vollzeittätigkeit ist –anders als bei Teilzeittätigen – auch im Jahr 2014 weiterhin eine Männerdomäne.

Stille Reserve von etwa fünf Millionen Arbeitswilligen

Menschen der Stillen Reserve haben keine Arbeit, gelten aber nicht als erwerbslos. Sie suchen zwar Arbeit, stehen jedoch kurzfristig nicht für eine Arbeitsaufnahme zur Verfügung, oder sie suchen aktuell keinen Job, würden aber grundsätzlich gern arbeiten und sind verfügbar. 2014 machten 5,1 Prozent der nicht Erwerbstätigen die Stille Reserve aus, 2013 waren es mit 5,2 Prozent fast genauso viele.

Weitere Informationen gibt es › hier.