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Prognose: Diese Risiken werden 2023 für Arbeitgeber relevant sein

Kurz vor dem Jahreswechsel wagt International SOS einen Blick auf 2023 und prognostiziert, welche Risiken auf Arbeitgeber zukommen werden. Laut den Expertinnen und Experten des Gesundheits- und Sicherheitsdienstleisters wird es für Arbeitgeber vor allem herausfordernd sein, mit dem neuen Zustand der „Dauerkrise“ umzugehen, auf die psychische Gesundheit der Mitarbeitenden zu achten und relevante sowie akkurate Informationen zu erhalten. Diese müssen dann auch an die Belegschaft weitergegeben werden.

Die Einschätzung basiert auf einer Umfrage unter rund 1.200 leitenden Fachkräften für Mitarbeitergesundheit und -sicherheit in 108 Ländern sowie auf der neusten Workforce Resilience Council-Studie von International SOS und weiteren Daten, die der Organisation vorliegen. Aus den Daten ergeben sich folgende Risiken für Unternehmen im Jahr 2023, die mal mehr und mal weniger mit einem Produktivitätsverlust einhergehen könnten:

Informationswirrwarr  

Um eine Entscheidung zu treffen, braucht die Geschäftsführung Informationen – und zwar solche, die akkurat, aktuell und für das Unternehmen relevant sind. Das sei in Zeiten geopolitischer Krisen, sozialer Unruhen und Polarisierungen der Gesellschaft nicht immer leicht. Womit wir auch schon bei Risiko Nummer 2 für 2023 wären.

Der neue Zustand der „Dauerkrisen“

Laut den Expertinnen und Experten von International SOS wird es nicht mehr Krisenzeiten und friedliche Zeiten geben. Vielmehr werden Unternehmen sich an einen Zustand der „Dauerkrise“ gewöhnen müssen, der auch durch die Globalisierung entstünde. Der Ukraine-Krieg sowie soziale Unruhen aufgrund von Inflation und Meinungspolarisierungen würden dafür sorgen, dass Krisenmanagement-Teams in Unternehmen allzeit im Einsatz sein müssen. Unternehmen müssten herausfinden, welche organisatorische Reaktion auf die jeweilige Krise erforderlich ist und das richtige Maß an Schulungen, Investitionen und Unterstützung für die Teams finden.

Klimawandel, Epidemien und Pandemien

Die Erwärmung des Klimas auf der Erde ziehe Extremwetterlagen mit sich und werde Krankheiten an Orte bringen, an denen es sie zuvor nicht gab. Für Unternehmen wird es deshalb laut International SOS wichtig sein, einen guten Ansatz zu haben, um die Gesundheit der Mitarbeitenden zu gewährleisten.

Psychische Krankheiten

Dass die äußere Welt von Krisen geprägt ist, wirkt sich auch auf die mentale Gesundheit der Menschen in Unternehmen aus. Für Arbeitgeber werde es deshalb wichtiger, das Wellbeing der Mitarbeitenden zu unterstützen. Es sei eine „neue Ära in Bezug auf die psychische Gesundheit am Arbeitsplatz ausgebrochen“. Arbeitgeber müssten zukünftig Autonomie, Bindung und Kompetenzen der Beschäftigten fördern.

Aus den Risiken ergeben sich zahlreiche Herausforderungen für Unternehmen. Die Umfrageteilnehmenden ordneten sie folgendermaßen an.

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Arbeitgeber sollten sich diesen Herausforderungen frühzeitig stellen, denn nur so könnte die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gesichert und der Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitenden nachgegangen werden. „Ein verstärkter Fokus auf die Fürsorgepflicht ist zentral, um die Mitarbeiterbindung zu stärken, sowie die Produktivität und Geschäftskontinuität sicherzustellen“, sagt Stefan Eßer, Ärztlicher Leiter Zentraleuropa bei International SOS. Dabei komme auch Personalerinnen und Personalern eine besondere Rolle zu: „HR-Verantwortliche sollten mehr Zeit in die Risikoaufklärung der Mitarbeitenden investieren und sie zur Vermeidung von Risiken motivieren.“

Lena Onderka ist redaktionell verantwortlich für den Bereich Employee Experience & Retention – wozu zum Beispiel auch die Themen BGM und Mitarbeiterbefragung gehören. Auch Themen aus den Bereichen Recruiting, Employer Branding und Diversity betreut sie. Zudem ist sie redaktionelle Ansprechpartnerin für den Deutschen Human Resources Summit.