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10 Tipps, wie Sie mit Fehlern in der Ausbildungspraxis umgehen

Jeder Auszubildende sollte die Chance haben, Fehler machen zu können. Sanktionen sollte er dabei nicht fürchten müssen. Denn Lernen findet nur statt, wenn Auszubildende sich trauen, an die Grenze von Wissen und Nicht-Wissen, von Können und Nicht-Können zu gehen. An diesen Grenzen passieren Fehler – mehr oder weniger häufig. Das gilt auch für Ausbilder: Sie sind vor dem Fehlermachen nicht gefeit. Denn der Ausbilder ist stets auch ein Lernender – ob es um das Gestalten von Ausbildungsbeziehungen, das Vermitteln von beruflichem Know-how, das Ausfüllen eines Beurteilungsbogens oder das Regulieren von Konflikten geht.

Vieles wird auf Anhieb gelingen, manches nicht. Und das ist auch gut so! Denn Lernen und Ausbilden führen häufig über das Fehlermachen zum Erfolg. Wer aus seinen Fehlern lernt, für den entpuppen sich die Irrtümer als Tritt- statt als Stolpersteine. Fehler haben dann eine Rückmeldefunktion. Sie zeigen einen Verbesserungsbedarf auf. Es sind Experimente, Versuche und Erfahrungen auf dem Weg zum Erfolg. Ausbilder, die das so sehen, gewinnen immer: Haben sie Erfolg, gewinnen sie an Selbstbestätigung, Mut und Energie. Erfahren sie eine Niederlage, gewinnen sie an Erfahrung und Motivation für das Suchen und Entdecken innovativer Lösungen.

1. Tipp: Stehen Sie zu Ihren Fehlern!

“Ups, mein Fehler!” Damit fängt alles an. Ohne das eigene Missgeschick zu erkennen und als solches zu akzeptieren, findet kein Lernen statt. Sobald Sie Ihren Fehler anerkennen, nehmen Sie ihm die Kraft des Destruktiven.

Von da an kann er in etwas Positives verwandelt werden. Also: Erlauben Sie sich, Fehler als Versuche und Erfahrungen auf dem Weg zum Ziel zu betrachten. Jeder Fehler bietet Ihnen die Chance, sich neue Handlungsspielräume zu erobern.

Grundsätzlich ist es unwichtig, welche Fehler Sie machen. Entscheidend ist nur, was Sie tun, nachdem sie Ihnen passiert sind. Wenn es die Situation erfordert, dann seien Sie auch dazu bereit, Ihrem Auszubildenden zu sagen: “Es tut mir leid. Ich bin nicht perfekt. Ich mache Fehler, aber ich lerne dazu.”

Sie gestehen damit nicht nur Ihre eigene Fehlbarkeit ein, sondern signalisieren Ihren Auszubildenden indirekt, zu ihren Fehlern ebenfalls stehen zu können, ohne dafür gescholten zu werden.

2. Tipp: Übernehmen Sie die Verantwortung für Ihre Fehler!

Wenn Ihnen ein Fehler unterlaufen ist, dann unternehmen Sie das Notwendige, um den möglichen Schaden in Grenzen zu halten. Denken Sie darüber nach, was Sie tun können, um die Angelegenheit wieder in Ordnung zu bringen – so weit es im Rahmen Ihrer Möglichkeiten steht.

Wenn Sie dagegen die Situation, die Umgebung und damit andere für Ihre Fehler verurteilen, geben Sie Ihre eigene Verantwortung ab. Dann können Sie nur noch darauf hoffen, dass sich die nicht beeinflussbaren Umstände bessern, damit sich die Fehler nicht wiederholen. Solange Ihnen die Verantwortung extern erscheint, sind Sie ein Opfer der “bösen Umstände”.

Sie haben es in der Hand, sich selbst zu kontrollieren, sich zu ändern und die Verantwortung für Ihr Handeln zu übernehmen. Wenn Sie also danach fragen, was Sie zu der Situation beigetragen haben, haben Sie die Chance, etwas zu verändern. Dadurch behalten Sie die Kontrolle und Energie, um auch Missgeschicke zu meistern. Und mit dem Wissen, die Dinge das nächste Mal anders regeln zu können, öffnen sich neue Handlungsoptionen.

3. Tipp: Reflektieren Sie Ihre Erfahrungen!

Scheitern kann befreiend sein – vorausgesetzt, dass Sie daraus lernen. Wer aus seinen Fehlern nicht lernt, ist dazu verurteilt, sie zu wiederholen. Um eine Wiederholung des gleichen Fehlers zu verhindern, ist eine Analyse der Ursachen erforderlich.

Also: Was ist wann und wo passiert? Wie konnte es dazu kommen? Wie lässt sich dieser Fehler in Zukunft vermeiden? Vermeiden Sie dagegen die allgemein übliche Verfolger-Frage: Wer war es? Mit einer derartigen Frage erweisen Sie sich selbst als Teil des Problems, nicht als Teil der Lösung.

Erkundigen Sie sich bei Ihren Auszubildenden, wie deren Fehler entstanden sind. Fehler können wertvolle Informationen über Schwachpunkte in der Ausbildung liefern. Eventuell erkennen Sie, wie Sie Ihre eigenen Ausbildungsmethoden verbessern können.

Finden Sie heraus, ob es Strukturen gibt, die die Fehlerhäufigkeit begünstigen. Einfach gesagt: Ein Fehler ist letzten Endes nichts anderes als eine Abweichung von einer vorgegebenen Norm. Je weniger Normen in Ihrem Ausbildungsbereich existieren, desto geringer ist die Gefahr einer Soll-Ist-Abweichung. Allerdings bedeutet dies im Umkehrschluss auch, dass ein sehr hoher Grad an Standardisierung, der aus einer “So-oder-so”-Alternative ein “Nur So” macht, unter Umständen zu hohen Soll-Ist-Abweichungen führt. Wenn Sie also strukturbedingte Fehler vermeiden wollen, ist es unter Umständen ratsam, den Grad an Standardisierung zu reduzieren. Oder positiv formuliert: Wenn Sie die Chancen zum Lernen fördern möchten, dann ist es empfehlenswert, Lernbereiche zu definieren, die es Ihren Auszubildenden erlauben, nach der Redewendung zu handeln: “Viele Wege führen nach Rom.”

4. Tipp: Verändern Sie Ihr Verhalten!

Wenn Sie sich vornehmen, Ihr Verhalten das nächste Mal zu ändern, dann führen Sie sich diese Situation konkret vor Augen. Am besten proben Sie sogar dafür, wenn das möglich ist. Dadurch wächst die Chance, dass Sie Ihr Gelerntes erfolgreich umsetzen. Ohne eine tatsächliche Veränderung Ihres Verhaltens wäre der Lerneffekt gleich null – die gleichen Fehler würden sich wiederholen.

In Ausbildungsunternehmen, in denen Fehler nicht als Problemlösungsversuche wertgeschätzt und die darin enthaltenen Lernchancen genutzt werden, entsteht häufig ein Klima der Risikovermeidung. Die Art und Weise, wie beispielsweise in einer Organisation über Fehler gesprochen wird, verrät sehr viel über deren Umgang mit Fehlern. In fehlerunfreundlichen Betrieben lernen Ausbilder und Auszubildende vor allem eines: Fehler jeglicher Art sind schlecht und sollten von Anfang an vermieden werden. Wenn es einmal nicht gelingt, gilt es den Fehler zu vertuschen – auf Teufel komm raus.

Auch wenn die Kultur eines Ausbildungsunternehmens großen Einfluss darauf hat, wie die Handelnden mit Fehlern umgehen, können Sie als Ausbilder durchaus im Kleinen etwas verändern. Zwei Maßnahmen sind dazu notwendig: Sagen Sie Ihren Auszubildenden, dass Sie Fehler machen dürfen (siehe Tipp Nr. 5). Und verhalten Sie sich in dieser Beziehung vorbildlich (siehe Tipp Nr. 6).

5. Tipp: Erlauben Sie Ihren Auszubildenden das Fehlermachen!

Aus Fehlern zu lernen, kann nur gelingen, wenn a) gemachte Fehler sachlich analysiert, b) ihre Ursachen herausgearbeitet und c) Maßnahmen eingeleitet werden, um einer Wiederholung vorzubeugen. Dafür aber ist es zwingend erforderlich, sie aus dem Halbdunkel des Vertuschens, Verbergens und Verleugnens ans Tageslicht zu holen. Und es ist weiter erforderlich, dass es möglich ist, über Fehler offen, ehrlich und ohne Selbstverteidigungsreflexe zu reden. Das wiederum setzt ein Lernklima voraus, das weitgehend frei von Ängsten ist.

Stellen Sie beispielsweise in Ihrer Werkstatt oder in Ihrem Büro eine Pinnwand auf, an der Sie eigene und fremde Fehler dokumentieren. So sehen Ihre Auszubildenden von Anfang an, dass Fehler passieren – Ihnen und den Vorgängern. Allein dieser Anblick wirkt in aller Regel sehr entlastend und fördert positiv das Lernen.

Transportieren Sie Ihre Erlaubnis zum Fehlermachen in Gestalt einer Story. Die meisten Menschen lieben Geschichten, weil sie Bilder und Emotionen erzeugen. Sie sind der Hauptgrund, warum Menschen etwas verstehen und sich merken. Erzählen Sie zum Beispiel folgende Geschichte: In einem amerikanischen Unternehmen nähert sich ein Angestellter mit gebeugtem Haupt seinem Vorgesetzten in der Erwartung, fristlos gekündigt zu werden, weil er dem Unternehmen durch einen “Fehler” Millionen gekostet hat. Der Manager aber stellt fest: “Sie glauben doch nicht etwa, dass ich Sie jetzt entlassen werde, wo ich doch gerade ein Vermögen in Ihre Ausbildung investiert habe.”

6. Tipp: Nehmen Sie bewusst Ihre Vorbildfunktion wahr!

Auch auf dem Gebiet des “Fehlermachens” findet das “Modelllernen” statt. Diese Art zu lernen wird auch als Identifikations- oder Nachahmungslernen bezeichnet. Dazu betrachten die jungen Auszubildenden die anderen Menschen im Unternehmen als Modell oder Vorbild. Ist das Modell erfolgreich, also führt sein Verhalten zu angenehmen Konsequenzen, dann werden die jungen Menschen es unbewusst imitieren, in der Hoffnung, dadurch ähnlich erfolgreich zu sein.

Seien Sie sich als Ausbilder dieser Modellfunktion bewusst. Denn Sie beeinflussen Ihre Auszubildenden permanent, bewusst oder unbewusst. Allein durch Ihren Status werden Sie als Vorbild gesehen – ob Sie dies wollen oder nicht. Freilich können Sie zum Guten wie zum Schlechten beeinflussen. Schaden richten Sie aber zumeist dann an, wenn Sie um ihre Wirkung als Vorbild nicht wissen.

Um es einmal anhand eines Beispiels salopp zu formulieren: Wenn ein Ausbilder mit einem qualmenden Zigarettenstummel im Mundwinkel erklärt, dass das Rauchen im Sicherheitsbereich verboten sei, dann darf er nicht darüber erstaunt sein, dass demnächst die meisten Auszubildenden rauchend wie ein Schlot durch den Gefahrenbereich schlunzen.

Ähnliches gilt auch für den Umgang mit Fehlern: Unternimmt ein Ausbilder alle möglichen Anstrengungen, einen gemachten Fehler zu verschleiern, denken womöglich die neuen Auszubildenden, dass diese Vorgehensweise im Umgang mit Fehlern normal ist, und verfallen in das gleiche Verhaltensmuster.

Um es auf eine kurze Formel zu bringen: “Wie der Herr, so’s Gescherr.” Nicht zuletzt deshalb sollten Sie sich vornehmen, ein gutes Vorbild abzugeben. Wenn Sie als Ausbilder Kritikfähigkeit vorleben, werden auch Ihre Auszubildenden entspannter auf “unangenehme” Rückmeldungen reagieren.

Gestalten Sie ein von grundsätzlicher Akzeptanz, dass es zu Fehlern kommen kann, und gegenseitigem Respekt getragenes Lernklima mit. Verspotten Sie niemanden, dem ein Fehler passiert ist, sondern unterstützen Sie ihn dabei, eine Lösung zu finden. Wenn Ihre Auszubildenden diese Art im Umgang mit Fehlern erleben dürfen, erhöht sich die Chance, dass Ihre Auszubildenden Ihnen nacheifern werden.

7. Tipp: Kommunizieren Sie Fehler im großen Stil!

Ein brasilianisches Sprichwort sagt: “Wir müssen auch aus den Fehlern anderer lernen, denn wir leben nicht lange genug, um sie alle selbst zu machen.” Ihre Auszubildenden können aus Ihren Fehlern lernen und umgekehrt – vorausgesetzt, dass alle Beteiligen zu ihren eigenen Fehlern stehen und sich offen darüber austauschen.

Die freie Kommunikation und der stetige Austausch über (beinahe) eingetretene Fehler sowie gegenseitige Hilfe bei der Fehlervermeidung und Fehlervorbeugung fördert ein Lernklima, in dem die Auszubildenden keine Angst haben müssen, zu ihren Fehlern zu stehen. Somit kann nach und nach auch ein Wandel vom Problem- zum Lösungsdenken, vom Vertuschen zum Offenlegen von Fehlern gefördert werden.

Sie können ritualisierte Fehlerbesprechungen, eine Fehlerdatenbank mit Lösungsvorschlägen, Arbeitskreise über Fehler und Fehlerbehebung und ähnliche Maßnahmen einführen, um den Austausch zu fördern. Auch das Aufstellen der bereits erwähnten Pinnwand (siehe Tipp Nr. 5), auf der eigene und fremde Fehler dokumentiert sind, ist eine Möglichkeit, diesen Kommunikationsprozess zu unterstützen.

Sie könnten sogar ein Fehler-Ranking etablieren und die Top Ten der Irrtümer feiern, aus denen alle Beteiligten am meisten gelernt haben. Auch dadurch verlieren Ihre Auszubildenden die Angst vorm Fehlermachen und vor allem die Angst davor, sie einzugestehen. Und selbst bei dem “besten” Fehler bleibt die Chance, auf mannigfaltige Art daraus zu lernen und die Dinge in Zukunft besser zu machen.

8. Tipp: Beachten Sie das 3-W-Prinzip der Rückmeldung!

Wollen Sie in einem Gespräch das Fehlverhalten eines Ihrer Auszubildenden ansprechen? Für diese Rückmeldung hat sich nach Manfred Gührs und Claus Nowak (Das konstruktive Gespräch, Meezen 1995, S. 240 f.) das 3-W-Prinzip bewährt: Wahrnehmung, Wirkung und Wunsch mitteilen. Nach diesem Prinzip gehen Sie wie folgt vor:

Schildern Sie sachlich, welche Auswirkungen das Verhalten Ihres Auszubildenden für die Abteilung, für das Unternehmen hat. Wie hoch ist der eventuell entstandene Schaden? Benennen Sie – je nach Situation – die menschlichen, fachlichen oder organisatorischen Folgen: “Unsere Zusammenarbeit wird dadurch …”, “Das hat zur Folge, dass …”

Wie kann der Fehler in Zukunft vermieden werden? Wie soll sich Ihr Auszubildender künftig am besten verhalten? Beschreiben Sie konkret, was Sie zur Lösung des Problems von Ihrem Auszubildenden erwarten – als Bitte, Wunsch, Forderung oder Anweisung: “Ich bitte Sie daher …”, “Ich erwarte von Ihnen, dass Sie …”, “Meine Forderung an Sie ist …”

Statt eine Lösung vorzugeben, ist es empfehlenswert, den Auszubildenden einzubeziehen. Denn wenn Sie dem Auszubildenden eine Lösung überstülpen, dann wird er das vermutlich abnicken. Aber die Wahrscheinlichkeit einer tatsächlichen Verhaltensänderung steigt, wenn die Lösung vom Auszubildenden selbst kommt. “Was sagen Sie dazu?”, “Was werden Sie das nächste Mal anders machen?”, “Was brauchen Sie noch an Informationen oder Ressourcen?”

Wenn es noch etwas zu klären gibt, können Sie auch alternativ eine Frage stellen, die Ihr Auszubildender beantworten soll: “Ich möchte von Ihnen erfahren, …”

Aber aufgepasst! Rutschen Sie beim Fragen nicht in die “Verstehens-Falle”: Der Versuch, Ihren Auszubildenden zu verstehen, führt Sie weg von dem, was Sie wollen. Selbst wenn Sie wissen, was in Ihrem Auszubildenden vor sich geht, besteht das Fehlverhalten nach wie vor. Natürlich dürfen Sie ein Ohr für die privaten Nöte Ihres Auszubildenden haben. Aber verwechseln Sie dieses Verständnis nicht mit der beruflichen Lösung des bestehenden Problems. Beides gehört zur Führung: Verständnis und Problemlösung – mal in dieser, mal in umgekehrter Reihenfolge. Je nachdem, was die Situation gerade erfordert.

9. Tipp: Zeigen Sie die Grenzen des Fehlermachens auf!

Manche Fehler macht man nur einmal. Selbst wenn dieser Satz etwas makaber klingt, weist er auf einen wahren Kern hin: Die Möglichkeit, innerhalb des Lernens von auftretenden Fehlern zu profitieren, stößt an Grenzen, wenn es um die Sicherheit von Menschen, Materialien und Einrichtungen geht. Nicht umsonst lernt beispielsweise ein angehender Pilot zunächst das Steuern eines Flugzeuges unter schwierigsten Bedingungen in einem Flugsimulator. Dabei sind Bruchlandungen normal und sogar erwünscht, um zu erkennen, was mit der Maschine machbar ist und was nicht – wohlgemerkt: in einem Flugsimulator.

Wenn sie manchmal auch übertrieben wirken – Normen, Standardisierungen und Sicherheitsbestimmungen wurden aus guten Gründen erlassen und eingeführt. Daher wäre es natürlich Unsinn und zudem grob fahrlässig, zum Beispiel einem angehenden Chemielaboranten die Erlaubnis zu erteilen, beim Anmischen gefährlicher Substanzen die Schutzbrille wegzulassen, nur um selbst herauszufinden: “Das hätte ins Auge gehen können!”

Selbst wenn es gut klingt und sich auch zweifelsohne anzustreben lohnt, Fehler als Chance zum Lernen zu begreifen, geht es doch nicht darum, die Anzahl solcher Lernchancen mutwillig zu erzeugen, nur damit beispielsweise ein Meister zu seinem Lehrling sagen kann: “Morgen melden wir Insolvenz an – damit du das auch mal lernst!” Auch an diesem Fehler können die Beteiligten zugrunde gehen, auch wenn es “nur” ökonomischer Art ist.

Keine Frage: Jenseits der Norm liegen viele Möglichkeiten – aber zum Teil auch gefährliche Überraschungen. Deshalb wird in der Berufsausbildung nicht das Ziel verfolgt, die Lust am Fehlermachen zu steigern und die Anzahl der Schwere der gemachten Fehler zu vergrößern, um daraus noch besser und mehr zu lernen. Ganz im Gegenteil: Es geht um eine Verringerung und Vermeidung von Fehlern – wohl wissend, dass das Anstreben einer Fehlerfreiheit einem weltfremden Ideal entspricht. Der Weg zu diesem Ziel führt über die sachliche Fehleranalyse und den daraus abgeleiteten Präventionen, nicht über eine “Augen-zu-und-durch”-Strategie.

Keine Frage: Jenseits der Norm liegen viele Möglichkeiten – aber zum Teil auch gefährliche Überraschungen. Deshalb wird in der Berufsausbildung nicht das Ziel verfolgt, die Lust am Fehlermachen zu steigern und die Anzahl der Schwere der gemachten Fehler zu vergrößern, um daraus noch besser und mehr zu lernen. Ganz im Gegenteil: Es geht um eine Verringerung und Vermeidung von Fehlern – wohl wissend, dass das Anstreben einer Fehlerfreiheit einem weltfremden Ideal entspricht. Der Weg zu diesem Ziel führt über die sachliche Fehleranalyse und den daraus abgeleiteten Präventionen, nicht über eine “Augen-zu-und-durch”-Strategie.

10. Tipp: Widmen Sie sich mit Elan Ihren nächsten Aufgaben!

Eine bekannte Reiterregel besagt: “Fällst du von einem Pferd, dann steig sofort wieder auf!” Der Kern der Reiterregel besagt: Erlauben Sie es Ihren Fehlern nicht, Sie beim nächsten Mal zu bremsen und Ihr Potenzial einzugrenzen.

Wenn Sie grundsätzlich viel davon halten, lebenslang zu lernen und sich dabei zu entwickeln, dann würdigen Sie auch Ihre Fehler.

Es sind teilweise harte, aber mit zeitlichem Abstand betrachtet vermutlich gute Erfahrungen, die Sie wachsen lassen und voranbringen. 

› Hier können Sie als Ergänzung eine Checkliste zum Umgang mit Fehlern downloaden.

Ist Redakteur der Personalwirtschaft und kümmert sich außerdem um die crossmediale Verbreitung der Inhalte. Seine Themenschwerpunkte sind Employer Branding, HR-Software sowie Betriebliches Gesundheitsmanagement.

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