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Wo haben die meisten Dax-CHROs studiert?

Wo Personalvorstände in Deutschlands börsennotierten Unternehmen studiert haben, ist ganz unterschiedlich. Laut einer Auswertung der Managementberatung Horváth, die uns exklusiv vorliegt, haben die 49 in einem Dax-, MDax- oder SDax-Unternehmen dezidiert für HR verantwortlichen Vorstände insgesamt 37 verschiedene Hochschulen besucht. Gezählt wurde dabei jeweils nur der letzte erreichte Abschluss.

Lediglich die Freie Universität Berlin, die Technische Universität Dortmund, die Westfälische Wilhelms-Universität Münster und die Ludwig-Maximilians-Universität München wurden dabei zweimal genannt. Den Spitzenplatz erreicht die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg: Genau drei Personalvorstände haben ihren Abschluss in der badischen Studentenstadt gemacht. Eine von ihnen ist Zvezdana Seeger, Personalvorständin des Energiekonzerns RWE. Vier Personalvorstände haben gar keinen Universitätsabschluss, bei zwei weiteren konnten die Horváth-Berater keine Informationen auftreiben. Die Ergebnisse fasst Studienleiter Oliver Greiner zusammen: „Deutsche HR-Vorstände aus Dax-Unternehmen zeigen eine große Vielfalt bei den Bildungsstätten, an denen sie ihren letzten akademischen Abschluss absolviert haben.“

Schaut man sich die Zahlen für alle 509 Vorstände in den ersten drei Börsenligen an, könnte man ähnliches postulieren. So liegt die Universität Köln mit 20 Nennungen knapp vor der RWTH Aachen (18 Nennungen) auf dem Spitzenplatz. Lediglich bei den Managerinnen und Managern unter 54 Jahren stellt die WHU – Otto Beisheim School of Management in Vallendar bei Koblenz die meisten Absolventinnen und Absolventen. „Es ist vermutlich der internationale Charakter der WHU Koblenz, der in jüngerer Zeit viele Topmanagerinnen und -manager angezogen hat, denn Internationalisierung ist ein klarer Trend der Managementkarrieren“, sagt Greiner.

Unter den Personalvorständen wiederum hat nur eine Managerin (Birgit Bohle von der Deutschen Telekom) an der international ausgerichteten WHU studiert, 11 weitere im Ausland. Von diesen kommen allerdings auch sieben nicht aus Deutschland. Sie kann man hier also nur bedingt mitzählen.

Ist Chef vom Dienst der Personalwirtschaft Online und kümmert sich unter anderem um die Themenplanung der Webseite. Texte schreibt er vor allem über Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Digitalisierung und dem Mittelstand.