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HR-Jobmarkt: Diese Skills und Profile sind heiß begehrt

Die Deutschen HR-Abteilungen suchen immer mehr Recruiterinnen und Recruiter, die Nachfrage nach HR-Generalisten nimmt dagegen nicht ganz so stark zu. Das zeigt eine Auswertung der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP) und dem Softwareanbieter Textkernel, für deren Tool Jobfeed mehrere Millionen Stellenanzeigen ausgewertet wurden. Demnach wurden alleine in den ersten gut vier Monaten dieses Jahres in etwa so viele Personalerinnen und Personaler gesucht wie im gesamten Jahr 2020.

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Dabei ist der Anteil der Anzeigen, in denen nach Recruiterinnen und Recruitern gesucht wird, vor allem seit Beginn der Corona-Krise stetig angestiegen. Wurden 2019 in 19 Prozent und 2020 gar nur in 18 Prozent der HR-relevanten Stellenanzeigen nach diesen Profilen gesucht, war dies in den ersten Monaten dieses Jahres bei knapp jeder vierten (24 Prozent) der Fall. Umgekehrt sank der Anteil der Gesuche nach HR-Generalisten und -Generalistinnen von 19 Prozent im Jahr 2020 auf 14 Prozent im vergangenen beziehungsweise 15 Prozent zu Beginn dieses Jahres. Auch Assistenten in der Personalabteilung sowie Personalberaterinnen werden laut den Zahlen im Verhältnis seltener gesucht.

Welche Kompetenzen werden nachgefragt?

Diese Zahlen decken sich weitgehend mit vorherigen Analysen anderer Anbieter, über die wir an dieser Stelle schon mehrfach berichtet haben. Das „Job- und Skill-Barometer“, für das diese Zahlen regelmäßig erhoben werden, bietet aber noch mehr Einblicke. Insbesondere macht es einen Blick auf die nachgefragten Skills möglich, wobei hier nur die „direkten Arbeitgeber“ (also nicht Personalberatungen und -dienstleister) ausgewertet wurden.

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Dort zeigt sich, dass insbesondere die Nachfrage nach Mitarbeitenden mit Kompetenzen im Bereich Rekrutierung (von 19 Prozent der relevanten Anzeigen im Jahr 2019 auf 30 Prozent im Jahr 2022), Personalverwaltung (von 0 Prozent auf 17 Prozent), Vergütungsmanagement (von 0 Prozent auf 12 Prozent), Personalmarketing (von 0 Prozent auf 14 Prozent) und Betriebswirtschaftslehre (von 0 Prozent auf 11 Prozent) gestiegen ist. Bei den Softskills waren die Veränderungen im Untersuchungszeitraum deutlich kleiner. Hier wurden Kommunikation, Eigenmotivation, Koordination, Serviceorientierung (jeweils plus 6 Prozentpunkte) und professionelle Verantwortung (plus 7 Prozentpunkte) im Laufe der vergangenen Jahre immer wichtiger.

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Auf Bewerber- und Bewerberinnenseite immer wichtiger wird hingegen die Flexibilität, und die Arbeitgeber scheinen darauf zu reagieren. Zumindest stieg der Anteil der Anzeigen, laut denen Voll- und Teilzeit möglich waren, von 5 Prozent im Jahr 2019 auf 8 Prozent in diesem Jahr.

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Ist Chef vom Dienst der Personalwirtschaft Online und kümmert sich unter anderem um die Themenplanung der Webseite. Texte schreibt er vor allem über Themen aus den Bereichen Arbeitsrecht, Digitalisierung und dem Mittelstand.

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