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Beförderung bei Witzenmann: Christine Wüst wird Geschäftsführerin Personal 

Witzenmann, ein international agierender Hersteller flexibler metallischer Elemente, unterzieht sich einer strategischen Neuausrichtung und stellt seine Unternehmensleitung neu auf. Eigenen Aussagen nach gibt es drei Säulen der Veränderung, neben einer technischen und digitalen auch eine kulturelle Transformation. Damit gelangt die bis dato Vice President Human Resources, Christine Wüst, eine Stufe höher, denn dem HR-Ressort und der Unternehmenskultur solle mehr Bedeutung zukommen. Ab dem 1. September ist die Personalerin daher CHRO, Teil der Geschäftsführung und für das neu geschaffene Ressort Personal, Marketing und Nachhaltigkeit verantwortlich. Die letzten beiden Themen sind für Wüst noch unbekannte Aufgaben. 

Die personellen Veränderungen führen auch dazu, dass die bisher rein männlich besetzte Geschäftsführung künftig zur Hälfte weiblich sein wird. Neben Wüst, die das Unternehmen schon seit Anfang 2021 kennt, erhält Witzenmann einen Neuzugang: Vera Mintenig wird Geschäftsführerin für den Bereich Finanzen und Controlling. Der Vorsitzende der Geschäftsführung (CEO) Dr. Andreas Kämpfe übernimmt zusätzlich den Bereich Vertrieb von Dr. Eberhard Wildermuth, der aus der Geschäftsführung austritt und zum Juli 2023 nach über 30-jähriger Tätigkeit für Witzenmann in den Ruhestand geht. Philip Paschen (COO/CDO) bleibt der Leitung als geschäftsführender Gesellschafter erhalten und verantwortet die weltweite Produktion, die IT sowie das Facility Management. 

Die neue CHRO gewann 2015 den Deutschen Personalwirtschaftspreis 

Begonnen hat Christine Wüst ihre Karriere bei dem Haushaltsspülen-Hersteller Blanco, wo sie als stellvertretende Leiterin Personal- und Sozialwesen arbeitete. Es folgten mehr als acht Jahre bei der Deutschen Flugsicherung, der Großteil davon als Leiterin der Personalstrategie. Dort führte sie eine Neuausrichtung der Mitarbeiter- und Führungskräfteentwicklung durch und landete damit auf dem 2. Platz des Deutschen Personalwirtschaftspreises 2015. Statt auf strikte Vorgaben und Regeln setzt das Unternehmen seither eigenen Aussagen nach auf eine Vertrauenskultur und lässt den Führungskräften Freiraum für Entscheidungen. Zudem wurde das Mitarbeitergespräch neu aufgesetzt. Mit dem Ausbruch der Corona-Pandemie im März 2020 verließ die Personalerin die DFS Deutsche Flugsicherung und machte – vor der Tätigkeit bei Witzenmann – für neun Monate bei der Autovermietung Sixt als Senior Director People Business Partner halt. 

Dass das Ressort Personal, Marketing und Nachhaltigkeit neu geschaffen wurde, beschreibt Wüst als „größtes Statement an die Wichtigkeit [der] Mitarbeitenden für [den] Unternehmenserfolg“. Unserer Redaktion teilte sie mit, dass nun die größte Herausforderung darin liege, die Werte Verantwortung, Innovationsgeist und gegenseitige Wertschätzung auch zukünftig zu erhalten und weiterzuentwickeln. „Ich freue mich auf den noch stärkeren Fokus auf die internationale Harmonisierung, aber vor allen Dingen auf die Menschen und die Kolleginnen und Kollegen!“  

Die Witzenmann-Gruppe beinhaltet 22 Unternehmen in 17 Ländern. Das Familienunternehmen beschäftigt circa 4.400 Mitarbeitende und machte 2021 einen Umsatz in Höhe von 620 Millionen Euro. Zur Produktpalette gehören Metallschläuche, Kompensatoren, Metallbälge, Rohrhalterungen und Fahrzeugteile. 

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Ist Redakteurin der Personalwirtschaft und schreibt off- und online. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Arbeitsrecht, HR-Start-ups und Recruiting.