Wellhub übernimmt Urban Sports Club
Elefantenhochzeit im Bereich Corporate Wellbeing: Die US-Wellbeing-Plattform Wellhub übernimmt die Fitness-App Urban Sports Club. Es gebe eine verbindliche Vereinbarung, teilten die Unternehmen Ende März mit. Finanzielle Details wurden nicht veröffentlicht.
Das US-Unternehmen Wellhub ist eine Plattform für Unternehmen, die Mitarbeitenden über Abonnements die Angebote von Partnerunternehmen für Fitness, Achtsamkeit, mentales Wohlbefinden, Ernährung und Schlafgesundheit offerieren. Nach Unternehmensangaben nutzen mehr als 22.000 Unternehmen in elf Ländern das Angebot.
Urban Sports Club, ein Berliner Start-up, ist ebenfalls eine Plattform, die über ein Abomodell die Nutzung einer Vielzahl von Sport- und Fitnessprogrammen in sieben Ländern in Europa ermöglicht. Das Angebot richtet sich an Privatkunden sowie Unternehmen und ihre Belegschaften.
Ein Ziel des Zusammenschlusses sei es, eine größere Zielgruppe von Unternehmenskunden und deren Mitarbeitenden zu erschließen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung. Der europäische Markt für Firmenfitness verzeichne ein deutliches Wachstum, das durch das zunehmende Bewusstsein für mentale Gesundheit, steigende Gesundheitskosten und hybride Arbeitsmodelle bedingt sei. Von diesen Markttrends wollten beide Unternehmen profitieren und die wachsende Nachfrage nach umfassenden Wellbeing-Lösungen für Unternehmen und deren Mitarbeitende bedienen. Der deutlich größere Partner Wellhub bringe „globale Reichweite und eine Technologie-Plattform“ mit, Urban Sports Club dagegen verfüge über eine gewachsene Präsenz in Europa mit einem breiten Netzwerk lokaler Partner. Beide Marken bleiben weiterhin erhalten.
Die Gründer und Co-CEOs von Urban Sports Club, Moritz Kreppel und Benjamin Roth, wollen einen Teil des Erlöses durch den Verkauf in das neue Unternehmen investieren. Außerdem schließen sie sich dem globalen Führungsteam von Wellhub an.
Heynanny wird zu heycare

Das 2022 als heynannyly gegründete und später in heynanny umbenannte Start-up erweitert seinen Fokus und bekommt passend dazu (wieder) einen neuen Namen. Es firmiert nun als heycare. Ursprünglich als Plattform zur Vermittlung von Ad-hoc-Kinderbetreuung ins Leben gerufen, bietet das Unternehmen inzwischen auch Unterstützung bei der Betreuung älterer Menschen an und ermöglicht neuerdings sogar die Fürsorge von Haustieren. Es gibt zudem Mental-Health-Angebote für Mitarbeitende.
Mit dem neuen Namen will das Unternehmen aus dem Portfolio des HR-Tech-Investors allygatr sichtbar machen, dass sich das Start-up nunmehr als Plattform für umfassende Employee Assistance versteht. Unternehmen können die Dienstleistungen von heycare buchen, um ihre Beschäftigten bei Care-Aufgaben zu unterstützen und so langfristig die Mitarbeiterbindung zu stärken.
Allygatr beteiligt sich an Senior Connect
Allygatr beteiligt sich auch an dem Start-up Senior Connect. Dafür steigen auch die allygatr-Investoren Matthias Röhring und Felix Schauerte mit einem Co-Investment in den Ring. Senior Connect positioniert sich als Plattform für Erfahrungstransfer und möchte altersdiverse Teams zum Standard in Unternehmen machen. Tim Findeiss, Co-Founder von Senior Connect, kommentiert: „Mit allygatr als Partner haben wir nicht nur Kapital, sondern auch handfesten operativen Support und direkten Zugang zu einem starken HR-Tech-Ökosystem.“

Das Gründerteam von Senior Connect entwickelte die Idee aus einem persönlichen Bedürfnis: Ihre eigenen Eltern und Großeltern wollten auch nach dem Ruhestand aktiv bleiben und ihre Expertise weitergeben. Die Plattform nutzt KI-basierte Algorithmen, um die Erfahrungswerte und Kompetenzen von Senior Professionals mit passenden Stellenangeboten abzugleichen – eigenen Aussagen nach intelligenter und präziser als klassische Jobbörsen.
Benjamin Visser, CEO von allygatr, begründete die Investion: „Wir sehen in Senior Connect eine echte Innovation, die das Thema Fachkräftemangel auf eine völlig neue Art adressiert.“ Die Plattform sorge nicht nur für eine längere Erwerbstätigkeit von Senior Professionals, sondern helfe Unternehmen, wertvolles Know-how zu sichern. Mit der Beteiligung von allygatr plant Senior Connect den Rollout seiner Offboarding-Lösung und die Skalierung der Plattform über Deutschland hinaus.
Neues Geld für peopleIX
PeopleIX, eine KI-gestützte People-Intelligence-Plattform, hat eine Pre-Seed-Finanzierungsrunde in Höhe von 2,3 Millionen Euro abgeschlossen. Geldgeber sind Earlybird-X (als Leitung) mit Beteiligung von neoteq ventures, TS Ventures und HR Tech Business Angels.
Ziel des Start-ups ist es, HR-Führungskräften Hilfestellung zu bieten, wie bislang unzusammenhängenden Daten zusammengeführt werden können. Bislang sind sie meist über mehrere HR-Tools verteilt – beispielsweise HR-Informationssysteme (HRIS), Bewerber-Tracking-Systeme (ATS), Performance- und Engagement-Tools oder Gehaltsabrechnungs- und Geschäftssysteme. So sollen laut Unternehmensangaben Personalerinnen und Personaler Echtzeit-Einblicke erhalten, ohne dass Data-Science-Expertise erforderlich ist.
HiBob kauft Mosaic
Der internationale HRIS-Softwareanbieter HiBob übernimmt das US-amerikanische Finanzplanungs- und Finanzanalyse-Tool Mosaic. Durch die Akquisition soll insbesondere Mittelständlern die Nutzung einer Software für strategische Finanzplanung ermöglicht werden, die in eine HR-Plattform integriert ist. Nach Unternehmensangaben ist die Plattformerweiterung ab sofort in den USA und voraussichtlich Ende 2025 weltweit in HiBobs HR-Plattform verfügbar. HiBob-Nutzer in der DACH-Region sollen den neuen Service kostenpflichtig zubuchen können.
Christina Petrick-Löhr betreut das Magazinressort Talent & Learning sowie die Berichterstattung zur Aus- und Weiterbildung. Zudem ist sie verantwortlich für die redaktionelle Planung verschiedener Sonderpublikationen der Personalwirtschaft sowie den Deutschen Personalwirtschaftspreis.

