Simpleclub: 10 Millionen seit 2015
Die Lernplattform simpleclub erhält in einer Finanzierungsrunde vier Millionen Euro. Simpleclub bietet curriculum-basierte Lerninhalte für die Schule und den Ausbildungsbereich an. Die Investoren sind 3VC, HV Capital, 10X Founders und Bonsai Partners. Das Geld soll direkt genutzt werden, um den Vertrieb größer aufzustellen und das Produkt weiterzuentwickeln. Erst vor knapp einem Jahr hatten die Gründer drei Millionen eingesammelt.
Als digitale Lernlösung arbeitet das Start-up eigenen Angaben nach mit über 300 Unternehmen wie der Deutschen Bahn, der Sparkasse, Deichmann, Remondis und der IHK zusammen. Die Arbeitgeber zahlen einen Pauschalpreis je Monat, und ihre Azubis bekommen Zugang zu den Lerninhalten. Die Inhalte werden von einem Team aus Autorinnen und Autoren sowie Designerinnen und Designern didaktisch aufbereitet und stehen dann als Textzusammenfassung, Video, interaktive Grafik oder Übungsaufgabe auf Prüfungsniveau zur Verfügung. Zu letzterem wurde ein Prüfungssimulator entwickelt. Der Ausbildungsbereich der Lernplattform umfasst über 30 handwerkliche, kaufmännische, gewerblich-technische sowie IT- und Gesundheitsberufe.
Simpleclub beschäftigt über 100 Mitarbeitende und wurde von Nicolai Schork und Alexander Giesecke gegründet, die das Unternehmen beide als Geschäftsführer leiten.
BNear: Exit nach zwei Jahren

Die Plattform für virtuelle Zusammenarbeit von Teams bNear wurde von Solutions2Share übernommen. Der Käufer hat sich auf die Entwicklung von Softwarelösungen von Microsoft Teams und Microsoft 365 spezialisiert. Die Gründer von bNear haben eine HR-Tech-Lösung entwickelt, welche die Zusammenarbeit in Remote-Situationen weniger distanziert machen soll. Sie haben ein „virtuelles Büro“ erschaffen, das sich als App in Microsoft Teams integrieren lässt.
Über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. Gründer Malte Hendricks und sein Team werden den Übergabeprozess noch begleiten, bis bNear vollständig in das Portfolio von Solutions2Share integriert ist.
Die bisherigen Investoren waren unter anderem der Venture Capitalist allygatr und die Förderbank NRW.Bank. Seit der Gründung vor zwei Jahren hat das Start-up eigenen Angaben nach rund eine Million Euro eingesammelt.
HR-Autopilot: frisch gegründet
Allygatr, der Berliner Investor für HR Tech, begrüßt ein neues Venture im Portfolio: HR-Autopilot. Die Software vernetzt alle HR-Systeme und automatisiert Arbeitsschritte. Mit der Plattform des Kölner Start-ups lassen sich HR-Systeme vernetzen und Abläufe automatisieren. Mit über 160 integrierten Programmierschnittstellen kommen dem Unternehmen zufolge alle HR-Systeme in den Austausch, wodurch sich wiederkehrende Aufgaben auch systemübergreifend automatisieren lassen. Wird also beispielsweise ein neuer Mitarbeitender eingestellt, so könnte über den hinterlegten Workflow das Anlegen der neuen Person in andere Software-Tools, wie etwa eine Mitarbeiter-App, automatisiert erfolgen.
Hinter dem Anfang 2024 gegründeten Kölner Start-up stehen die Gründer Marc Stratmann und Peter Praeder-Hinzpeter.
Gesine Wagner betreut als Chefin vom Dienst Online die digitalen Kanäle der Personalwirtschaft und ist als Redakteurin hauptverantwortlich für die Themen Arbeitsrecht, Politik und Regulatorik. Sie ist weiterhin Ansprechpartnerin für alles, was mit HR-Start-ups zu tun hat. Zudem verantwortet sie das CHRO Panel.

