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Homeoffice-Pflicht bis Ende Juni verlängert

Update 20. April 2022: Die Informationen in diesem Artikel sind möglicherweise veraltet. Hier finden Sie die Coronaschutz-Regelungen vom 20. März 2022.

Die Bundesregierung hat die Corona-Arbeitsschutzregelungen (SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung) bis Ende Juni 2021 verlängert. Bislang war die Verordnung bis zum 30. April 2021 befristet. Damit verlängert sich auch die in der Verordnung enthaltene Homeoffice-Pflicht. Demnach müssen Arbeitgeber ihren Mitarbeitern bis mindestens Ende Juni 2021 das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen, wenn es die jeweilige Tätigkeit zulässt und keine zwingenden betriebsbedingten Gründe entgegenstehen. Die Pflicht gilt sowohl für Großunternehmen als auch für kleine und mittelständische Betriebe.

Ausnahmen von der Homeoffice-Pflicht

Ausnahmen gelten für Tätigkeiten, die nicht von zu Hause aus durchgeführt werden können und bei denen demzufolge eine physische Anwesenheit am betrieblichen Arbeitsplatz notwendig ist. Die Pflicht, Homeoffice anzubieten, entfällt auch dann, wenn zwingende betriebsbedingte Gründe dem Homeoffice entgegenstehen. Das ist der Fall, wenn in dem Unternehmen die notwendigen Arbeitsmittel für die Bereitstellung von Homeoffice-Arbeitsplätzen fehlen oder die vorhandene IT-Infrastruktur dafür nicht ausreicht.

Auch die anderen betrieblichen Schutzpflichten gelten weiter

Mit der Verlängerung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung gelten auch die anderen darin enthaltenen Arbeitsschutz-Pflichten weiter. Demnach sind Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung weiterhin dazu verpflichtet, betriebliche Hygienepläne zu erstellen, umzusetzen sowie zugänglich zu machen. Darüber hinaus müssen Arbeitgeber weiterhin auf die Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 m zu anderen Personen achten – auch in Kantinen und Pausenräumen.

An Arbeitsplätzen, wo dieser Mindestabstand nicht eingehalten werden kann, müssen medizinische Masken oder Atemschutzmasken getragen werden, die der Arbeitgeber zu Verfügung stellen muss. Arbeitgeber müssen weiterhin eine ausreichende Handhygiene am Arbeitsplatz und regelmäßiges Lüften gewährleisten. Wenn Räume von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden, müssen pro Person mindestens 10 Quadratmeter zur Verfügung stehen. In Betrieben ab zehn Beschäftigten müssen die Mitarbeiter in möglichst kleine, feste Arbeitsgruppen eingeteilt werden. Kontakte zwischen den Gruppen sind zu vermeiden.


ist freier Journalist aus Biberach/Baden und schreibt regelmäßig News und Artikel aus dem Bereich Arbeitsrecht.