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HR Analytics im Kommen?

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Zwei Drittel der Unternehmen der DACH-Region haben bis 2025 HR Analytics auf dem Plan. Foto: © designer491/StockAdobe

Die meisten Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz setzen sich das Ziel, bis 2025 die Effizienz ihrer HR-Administration zu steigern. Die Prozessoptimierung ist generell für die Firmen ein wichtiges Thema, das sich bereits auf viele Personalfunktionen auswirkt. In diesem Zusammenhang verstehen die Betriebe die Digitalisierung ganz klar als Hebel. Unter den Softwarelösungen, die die Organisationen nutzen, sind derzeit E-Learning-Anwendungen am populärsten; jedes zweite Unternehmen will damit die unternehmensinterne Weiterbildung stärken. Es folgen Reporting-Funktionen und Self-Service-Apps. Was HR Analytics betrifft, so geben zwei Drittel der Unternehmen an, dass entsprechende Tools für sie bis 2025 eine wichtige Rolle spielen werden. Das sind Ergebnisse der Studie “HR-Analytics 2025.Eine Trendstudie für die DACH-Region”, die der F.A.Z.-Fachverlag in Kooperation mit Cornerstone OnDemand durchgeführt hat. Dafür wurden 133 Top-Manager und HR-Entscheider aus Unternehmen der drei DACH-Länder befragt. Zusätzlich fanden Tiefeninterviews mit HR-Entscheidern aus fünf exemplarisch ausgewählten Großunternehmen statt.

Nur wenige Unternehmen nutzen bislang IT-Lösungen zu Talent Management

Gefragt nach dem Einsatz spezieller IT-Lösungen zu Talent Management, gibt – wie auch im vergangenen Jahr – lediglich eine Minderheit der befragten Unternehmen an, solche speziellen Lösungen für die Personalarbeit anzuwenden. Jeder vierte Arbeitgeber nutzt überhaupt keine IT-Lösung für Talent Management. Vier von zehn Betrieben steuern ihre Talente mithilfe von Standardsoftware, wie beispielsweise Excel. Gut jedes vierte Unternehmen greift auf Inhouse-Installationen von HR-Managementsystemen oder auf eine On-Premise-Lösung zurück. Software as a Service (SaaS) nutzt bislang nur jeder fünfte Betrieb. Hier stelle sich die Frage, so die Studienautoren, wie hoch qualifizierte Fachkräfte ohne ausreichende IT-Lösung effizient angesprochen, gebunden und gefördert werden sollen.

Begleitung der Mitarbeiter bei der Digitalisierung für jeden dritten Betrieb eine Herausforderung

Was – abgesehen von den genannten technologischen Aspekten – die gegenwärtigen Herausforderungen betrifft, nennen die befragten Entscheider auch solche, die direkt mit der Personalentwicklung zusammenhängen. So stellt es für circa jedes dritte Unternehmen eine Herausforderung dar, die Mitarbeiter im digitalen Wandel zu begleiten. Für rund drei von zehn Firmen (29 Prozent) ist die betriebliche Weiterentwicklung der Belegschaft ein Kernthema. Knapp ein Viertel der Betriebe (23 Prozent) sagt, es sei eine wichtige Aufgabe, die im Zuge der digitalen Transformation notwendigen kulturellen Veränderungen einzuleiten. Weitere Studienteilnehmer gaben an, dass sie ein komplett neues Mindset in den Organisationen verankern wollen. Beim Einsatz digitaler Technologien sind Großunternehmen laut Studie weiter als kleinere Betriebe, da sie die nötigen personellen und finanziellen Ressourcen hätten, um digitales Know-how aufzubauen.

DACH-Region hinkt anderen Ländern hinterher

Die Studie kommt zu dem Schluss, dass die Unternehmen in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinsichtlich der Nutzung von HR Analytics und Softwarelösungen derzeit noch hinter anderen europäischen Länder hinterherhinken und dass die Digitalisierung viele Personalabteilungen noch nicht durchdrungen hat. Dabei seien HR-Analytics ein elementarer Bestandteil für die Talent Experience der Zukunft, sagt Michael Grotherr, Area VP DACH & East Europe bei Cornerstone OnDemand. Wenn es aber schon an den digitalen Grundvoraussetzungen hapere, werde sich auch eine strategische Datenanalyse nicht umsetzen lassen.

Die digitalen Technologien sind keine Decke, die man nach Bedarf nur dort und da hinzieht, wo es die HR-Abteilung gerade fröstelt. Es muss ein ganzheitlicher Ansatz gefunden werden, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts gewachsen zu sein,

so Grotherr.

Die Studienergebnisse können > hier zum Download angefordert werden.

Ute Wolter ist freie Mitarbeiterin der Personalwirtschaft in Freiburg und verfasst regelmäßig News, Artikel und Interviews für die Webseite.

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