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Hälfte der Beschäftigten hält berufliche Weiterentwicklung für unrealistisch

Die meisten Menschen in Deutschland arbeiten vorrangig, um sich ihre Existenz zu sichern. Wie eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Civey im Auftrag des Demographie-Netzwerks (ddn) zeigt, könnte ein Teil des Grundes dafür sein, dass nur die Hälfte der rund 2.500 im Oktober 2022 befragten abhängig Beschäftigten denkt, sich im großen Maße beruflich weiterentwickeln zu können.

Besonders die älteren Mitarbeitenden glauben, nur wenige Möglichkeiten in ihrer beruflichen Zukunft zu haben, mit mehr als 60 Prozent geben dies besonders viele Über-50-Jährige an. Doch auch ein überraschend großer Anteil der jüngeren Beschäftigten sieht die eigene berufliche Weiterentwicklung pessimistisch (34 Prozent der 18- bis 29-Jährigen und 21 Prozent der Auszubildenden). Tendenziell teilen diese Einstellung auch eher Frauen und Arbeiter sowie Arbeiterinnen.

Was motiviert Mitarbeitende zur Arbeit?

Das kann auch erklären, warum nur rund ein Drittel der Befragten persönliche Weiterentwicklung mit Arbeiten verbinden. Arbeiten bedeutet für sie vielmehr, ihr Existenz zu sichern (83 Prozent), eine sinnvolle Tätigkeit zu verrichten (51 Prozent), Kontakt zu anderen Menschen zu haben (44 Prozent) und etwas zur Gesellschaft beizutragen (34 Prozent). Nur Spaß bei ihrer Tätigkeit zu haben, verbinden noch weniger der Befragten mit Arbeiten als die persönliche Weiterentwicklung.

Lange arbeiten möchten immer weniger

Die Haupt-Assoziationen mit Arbeit zu kennen, kann Arbeitgebern dabei helfen, Beschäftigte dazu zu motivieren, länger zu arbeiten. Derzeit möchte mehr als die Hälfte der Mitarbeitenden im Alter von 62 Jahren oder früher in Rente gehen. Nur rund 11 Prozent wollen bis zum offiziellen Renteneintrittsalter von 67 Jahren oder darüber hinaus arbeiten. Auch das hören Wirtschaftsakteure nur ungern. Schließlich ist für manche Wirtschaftsexpertinnen und -experten die verstärkte Beschäftigung im Alter eine Lösung, um den Fachkräftemangel zu verringern. Besonders Mitarbeitende zwischen 30 und 39 Jahren möchten stärker als noch vor einem Jahr verfrüht in Rente gehen (62 Prozent im Jahr 2021 im Vergleich zu aktuell 74 Prozent).

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Diversity, Gleichberechtigung und Work-Life-Balance.

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