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Wachstumsfinanzierung: Workwise erhält 12 Millionen Euro

Workwise, ein Jungunternehmen aus Baden-Württemberg, hat seine Series-A-Finanzierungsrunde verkündet: Die Investoren LEA Partners, eine private Beteiligungs- und Risikokapitalfirma mit Sitz in Karlsruhe, und die Investment Holding Armira Growth aus München möchten mit 12 Millionen Euro das Wachstum des Start-ups vorantreiben. Seit der Gründung im Jahr 2015 ist es das erste Mal, dass Workwise Geld vom Kapitalmarkt aufnimmt. Bis dahin agierten die Gründer “gebootstrappt” – haben sich folglich aus eigenen Mitteln und den Erlösen finanziert.

Aus Campusjäger wurde Workwise

Gegründet wurde das HR-Start-up unter dem Namen Campusjäger als Vermittlungsplattform für Praktikanten und Werkstudierende. Nach und nach entwickelten die Gründer das Unternehmen weiter, sodass sie vom Praktikum über den Berufseinstieg bis hin zum Senior Level Jobangebote besetzen. Vor weniger als einem Jahr firmierten sie sich daher um zu Workwise, um das Management des gesamten Bewerbungsprozess für alle Beschäftigten anzubieten. Der englische Begriff „work-wise“ bedeutet so viel wie „den Beruf betreffend“. Campusjäger in seinem Ursprungskonzept gibt es parallel allerdings weiterhin.

Durch das Bewerbermanagement auf der Plattform können HR-Abteilungen ihr Recruiting digital organisieren. Workwise bietet seit Beginn des Jahres das Multiposting eines Jobangebots über verschiedene Kanäle mit einem Klick an. Eigenen Angaben nach hat das Unternehmen knapp 2.000 Kunden. 

Investition in Produktentwicklung und Personalzuwachs

Mit dem Kapital der Investoren möchten sie sich schneller weiterentwickeln und die Produkte ausbauen. Als nächstes sei zum Beispiel die Einführung eines neuen Rechte- und Rollenmanagements geplant.

Außerdem möchten sie das Team auf mehr als 200 Beschäftigte bis Ende 2022 wachsen lassen. Im Jahr 2023 sollen dann 300 Mitarbeitende für das Start-up arbeiten. Derzeit haben sie etwa 140 Angestellte mit zwölf Nationalitäten. Es sind etwa 60 Stellen ausgeschrieben.

Die Zeit des finanziellen Alleingangs ist vorbei

Die Investoren haben das HR-Start-up schon länger auf dem Schirm: „Martin und Jannik kennen wir nun seit drei Jahren – es ist erstaunlich, was die Beiden und das gesamte Workwise-Team über die letzten Jahre ohne Investoren aufgebaut haben“, sagt Nils Seele von LEA Partners.

Workwise-Gründer Martin Trenkle arbeitet seit dem Jahr 2013 – also schon vor dem offiziellen Launch von Campusjäger und vor Beginn seines Studiums – gemeinsam mit Jannik Keller an der Idee, Studierende und Absolventen zu vermitteln. Beide haben Wirtschaftsingenieurwesen an dem Karlsruher Institut für Technologie studiert, gemeinsam in einer Wohngemeinschaft gelebt und sind in der Landesvertretung Baden-Württemberg für den Bundesverband Deutsche Startups. 

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Start-ups für die HR-Abteilung

Große Unternehmen greifen häufig auf neue, technische Lösungen von Start-ups zurück. So auch die HR-Abteilungen etwa fürs Recruiting, die Mitarbeiterkommunikation oder das Health Management. Auf unserer Themenseite finden Sie News zu Finanzierungen oder Personalien der Jungunternehmen. Immer wieder interviewen oder porträtieren wir die Gründer und Gründerinnen zu ihrem Vorhaben.

Ist Redakteurin der Personalwirtschaft und schreibt off- und online. Ihre inhaltlichen Schwerpunkte sind die Themen Arbeitsrecht, HR-Start-ups und Recruiting.

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