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Studie: Mehr als sieben von zehn Beschäftigten wollen mehr Flexibilität

Die meisten Beschäftigten wünschen sich mehr Flexibilität bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeit. Viele sind bereit, dafür auch Kompromisse in Kauf zu nehmen. Das geht aus einer Studie des ADP Research Institut hervor. Bei der Umfrage „People at Work 2022: A Global Workforce View“ analysierte das Institut Antworten von 33.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern aus 17 Ländern.

Die Ergebnisse

71 Prozent der Befragten – also mehr als sieben von zehn – möchten ihre Arbeitszeit flexibler gestalten. Denkbar ist zum Beispiel eine Verkürzung der Arbeitszeit auf vier Tage mit entsprechend mehr Stunden pro Tag. Der Wunsch nach Flexibilität ist in Deutschland weniger ausgeprägt als international – in der Bundesrepublik stimmen diesem Anliegen knapp 53 Prozent zu.

Bei der Wahl des Arbeitsplatzes ist Flexibilität hingegen nicht der wichtigste Faktor, sondern das Gehalt. Dennoch würden mehr als die Hälfte aller weltweit Befragten (53 Prozent) weniger Gehalt akzeptieren, wenn sich dadurch die Work-Life-Balance verbessern ließe. Etwas weniger (50 Prozent) würden eine geringere Bezahlung in Kauf nehmen, um mehr Freiheit bei der Gestaltung ihrer Arbeitszeiten zu erhalten. Selbst, wenn die Gesamtarbeitszeit dadurch nicht abnimmt.

Wegen Rückkehr ins Büro den Job wechseln

Dabei ist die wöchentliche Arbeitszeit vieler bereits hoch. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer machen im Schnitt 8,5 unbezahlte Überstunden pro Woche. Und viele ziehen größere Karrierewechsel in Erwägung: Im vergangenen Jahr waren es 71 Prozent der Befragten. Ein anderer Faktor für einen Arbeitgeber- oder Jobwechsel ist die Möglichkeit, aus dem Homeoffice zu arbeiten. Zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten würden in Betracht ziehen, den Job zu wechseln, wenn sie wieder vollständig ins Büro müssten.

Benachteiligt fühlen sie sich durch die Arbeit aus dem Homeoffice nicht. Ihre Bemühungen würden ausreichend gewürdigt werden. Fast sieben von zehn Befragten sind der Meinung, sie werden fair für ihre Rolle und Fähigkeiten bezahlt. Bei Angestellten im Büro sind es weniger als die Hälfte.

Stefanie Jansen ist Volontärin in der Redaktion der Personalwirtschaft. Dort betreut sie unter anderem die Newsletter und schreibt Artikel zu verschiedenen Themen.