Special: Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)

Die ab 25. Mai anzuwendende EU-weite Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) erzeugt auch in der HR-Welt viel Unsicherheit, was in Zukunft erlaubt ist und was nicht. In unserem Special zum Thema haben wir in Beiträgen, Bilderstrecken, Checklisten und Interviews einige relevante Punkte zusammengetragen.

Round Table: Datenschutz

Der Countdown läuft

Die Europäische Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gilt ab dem 25. Mai – und sorgt derzeit für viel Gesprächsstoff in den Unternehmen. Panik ist für Nachzügler nicht ratsam. Schnelles Handeln schon.

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Bilderstrecke: Round Table Datenschutz

Interview

Recruiting und Datensammlung: „Hände weg von privaten Daten“

Portrait Dr. Alexander Insam, KPMG Law Welche Bewerberdaten dürfen Unternehmen sammeln und welche nicht? Alexander Insam, Partner bei KPMG Law, zieht eine klare Grenze: Berufliche Netzwerke dürfen durchforstet werden, das Googeln nach privaten Fotos dagegen ist tabu.

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Sensible Daten

Besondere Anforderungen gelten für „besondere Kategorien“ personenbezogener Daten (auch sensible oder sensitive Daten), aus denen rassische und ethnische Herkunft, politische Meinungen, religiöse oder weltanschauliche Überzeugungen oder die Gewerkschaftszugehörigkeit hervorgehen. Betroffen ist auch die Verarbeitung genetischer oder biometrischer Daten zur eindeutigen Identifizierung eines Arbeitnehmers sowie von Gesundheitsdaten und Daten zum Sexualleben oder zur sexuellen Orientierung eines Arbeitnehmers. Die Verarbeitung solch sensibler Daten für Zwecke des Beschäftigungsverhältnisses ist nach § 26 Abs. 3 S. 1 i. V. m. § 48 BDSG n. F. nur dann zulässig, soweit sie zur Ausübung von Rechten oder zur Erfüllung rechtlicher Pflichten aus dem Arbeitsrecht, dem Recht der sozialen Sicherheit des Sozialschutzes erforderlich ist.

Quelle: RA Jan Borowski, Leiter Produktmanagement effacts, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth, jan.borowski@wolterskluwer.com

Praxistransfer: Recruiting erfordert Vertrauen

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Verantwortung

In der Verantwortung steht nicht nur der Arbeitgeber. Auch dessen Vertreter, Vorgesetzte sowie Personaldienstleister müssen die Anforderungen des neuen Beschäftigtendatenschutzes umsetzen.

Quelle: RA Jan Borowski, Leiter Produktmanagement effacts, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth, jan.borowski@wolterskluwer.com

Die Quintessenz: Dos and Don’ts für Personaler in Sachen Datenschutz

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Einwilligungen

Einwilligungen von Beschäftigten in die Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten bleiben zulässig und sollten wegen der Nachweispflicht gemäß § 51 Abs. 1 Bundesdatenschutzgesetz (BDSG n. F.) unbedingt dokumentiert werden. Die Einwilligung des Beschäftigten muss unter Berücksichtigung der im Beschäftigungsverhältnis begründeten Abhängigkeit des Arbeitnehmers freiwillig erteilt werden. Eine Einwilligung ist dann grundsätzlich freiwillig, wenn für den Beschäftigten ein rechtlicher oder wirtschaftlicher Vorteil erreicht wird oder wenn Arbeitgeber und Beschäftigte zumindest gleich gelagerte Interessen verfolgen.

Quelle: RA Jan Borowski, Leiter Produktmanagement effacts, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth, jan.borowski@wolterskluwer.com

Praxistransfer

Recruiting erfordert Vertrauen

Wenn Kontrolle nicht möglich ist, ist Vertrauen unerlässlich. Eine Studie von Viasto zeigt, was Bewerber vom Umgang mit ihren Daten erwarten und wie wichtig ihnen Datenschutz ist. Wie müssen sich Arbeitgeber aufgrund dieser Ergebnisse zukünftig in diesem Kontext aufstellen?

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Vereinbarungen

Insbesondere Betriebsvereinbarungen zum Datenschutz am Arbeitsplatz, zu IT-Anwendungen oder zur Kontrolle von Mitarbeitern müssen künftig den Anforderungen von Art. 88 DSGVO und § 26 BDSG entsprechen. Arbeitgeber sollten zeitnah mit ihren Betriebsräten über nötige Anpassungen bestehender Betriebsvereinbarungen beziehungsweise über den Abschluss einer Rahmenbetriebsvereinbarung verhandeln.

Quelle: RA Jan Borowski, Leiter Produktmanagement effacts, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth, jan.borowski@wolterskluwer.com

Arbeitsrecht

Befristete Arbeitsverträge: Die rechtlichen Basics

Mehr über ein weiteres wichtiges Thema im Arbeitsrecht erfahren Sie im Special „Befristete Arbeitsverträge: Die rechtliche Basis“. Hier haben die grundlegenden Basics im Befristungsrecht zusammenegstellt.

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Dokumentation

Arbeitgeber müssen beweisen, dass sie sich an sämtliche Vorgaben der DSGVO und des BDSG gehalten haben. In der Praxis führt dies zu der Notwendigkeit umfassender Dokumentation bei der Verarbeitung von Beschäftigtendaten. Können Unternehmen nicht nachweisen, dass sie die Vorgaben des neuen Datenschutzes eingehalten haben, müssen sie neben den drakonischen Bußgeldern auch mit Beweisverwertungsverboten in Kündigungsschutzprozessen und somit weiteren erheblichen Kosten rechnen.

Quelle: RA Jan Borowski, Leiter Produktmanagement effacts, Wolters Kluwer Deutschland GmbH, Hürth, jan.borowski@wolterskluwer.com